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Gropius

  • Aufbruch in die Moderne: Das Bauhaus wird 100

    Bauhaus Dessau Bild: Bauhaus Dessau: Tadashi Okochi © Pen Magazine, 2010, Stiftung Bauhaus

    Eine Provinzschule im sachsen-anhaltinischen Dessau veränderte die Designwelt. 1925 bis 1932 entstanden dort viele Möbelstücke, die man bis heute mit dem Bauhaus verbindet, zum Beispiel der Wassily Chair. Im nächsten Jahr feiert die legendäre Gestaltungs- und Architekturschule ihr 100. Jubiläum, wenngleich diese bereits vor 86 Jahren zwangsgeschlossen wurde.

     

    Das Bauhaus hatte es schwer, mal wurden die finanziellen Mittel gekürzt, mal wurde es erst mit einem nigelnagelneuen Schulgebäude nach Dessau gelockt, um anschließend wieder vertrieben zu werden. Nicht zu vergessen, der viele Spott – der deutsche Philosoph Theodor W. Adorno bezeichnete die Häuser zum Beispiel abfällig als "Konservenbüchsen" – welcher der Schule für Gestaltung und Architektur entgegenschlug: Nicht alle Zeitgenossen wussten etwas mit der geradlinigen Kühnheit und Maschinenästhetik anzufangen. Die Entwürfe waren für viele einfach zu radikal und ihrer Zeit weit voraus.

    slider bauhaus

    Mittlerweile gilt das Bauhaus als Marke für guten Geschmack. 2019 feiert die weltberühmte Schule ihr 100-jähriges Jubiläum, obgleich die Schule selbst nur 14 Jahre lang existierte: zuerst in Weimar, später in Dessau und zum Schluss hatte sie noch ein kurzes Gastspiel in Berlin. Der Bauhausmythos hält bis heute an, die Möbel gelten als zeitlose Designklassiker, die kubischen Flachdachäuser sind gelebter Alltag. Dabei war das Bauhaus nie ein einziger Stil. War die Kunstschule zu Beginn noch eher künstlerisch geprägt, kam diese im späteren Verlauf eher einer Weltanschauung gleich: Nicht nur eine kleine Elite sollte in den Genuss von gut gestalteten Produkte und Gebäuden kommen, sondern jedermann. Drei Direktoren drückten der Schule ihren persönlichen Stempel auf: der Gründervater Walter Gropius, Hannes Meyer und Mies van der Rohe. Die Gestaltungs- und Architekturschule war auch in der Art der Wissensvermittlung revolutionär.

     

    Thonet Bauhaus 100

     

    Volles Rohr Design: Wassily Chair und B9-Satztische

     

    Marcel Breuer experimentierte am Bauhaus mit Stahlrohr und Stahl – für den damaligen Möbelbau ein recht unkonventionelles Material. 1925 entwarf er den berühmten Wassily Chair. Clubsessel waren in den Zwanzigerjahren noch voluminöse Ungetüme, der Wassily Chair hob sich von diesen mit seinem luftigen Aussehen ab. Diese neue Leichtigkeit wurde erst durch den Stahlrahmen möglich, welcher sonst hauptsächlich in der Fahrradindustrie eingesetzt wurde. Der Wassily Chair hörte ursprünglich auf den recht technisch klingenden Namen „B 3“. Da Wassily Kandinsky den Sessel überschwänglich lobte, wurde er kurzerhand in Wassily Chair umbenannt.

    Die B9-Satztische entspringen ebenfalls der Designfeder von Marcel Breuer. Die vier Beistelltische sehen nicht nur gut aus, sie sind auch echte Platzsparer und lassen sich stapeln.

     

     

     

     

    Anpassungsfähig: S33 Freischwinger

     

    Der Ur-Freischwinger von Mart Stam war alles andere als schwungvoll, sondern ziemlich starr. Diese Bewegungsunlust war dem Umstand zu verdanken, dass Stam beim Rahmen auf mit Flanschen verbundenen Gasleitungsrohe zurückgriff. Später wechselte er zu einem anderen Material: kalt gebogenes Stahlrohr, welches dem Freischwinger alle Ehre machte, da dieses leicht federte. Der in Frankenberg ansässige Designmöbelhersteller Thonet bringt den S33 Stuhl heute heraus. Übrigens, hat auch Thonet 2019 ein großes Jubiläum zu begießen: 200. Jahre Thonet! Wenn das kein Grund zum Doppel-Feiern ist!

     

    Lichtgestalt: WA24 Wagenfeld Leuchte

     


    Ein gewisser Wilhelm Wagenfeld bekam von seinem Lehrer, dem Maler László Moholy-Nagy, die Aufgabe gestellt, eine Leuchte zu gestalten. Dass der damals 24-jährige Wagenfeld mit seinem Entwurf Designgeschichte – oder genauer gesagt: Bauhausgeschichte – schreiben würde, war diesem damals sicherlich nicht bewusst. Und dass die WA24 Leuchte wie ein Industrieprodukt wirkt, war ausdrücklich erwünscht. Der elegante Opalglasschirm setzt dieser fabrikmäßigen Kühle Eleganz entgegen.

     

    Bewegungsfreudig: Keler Bauhauswiege

     

    Kinderwiege Tecta

    Auch an die Kleinsten wurde gedacht. 1922 entwarf Peter Keler eine Kinderwiege, die einerseits die geometrischen Figuren aufweist und andererseits auf der Farbenlehre des abstrakten Malers – und Bauhauslehrers – Wassily Kandinsky basiert. Farben und Formen werden miteinander kombiniert: Gelb, Rot und Blau mit Dreiecken, Rechtecken und Kreisen. Optisches i-Tüpfelchen ist der Einsatz aus Naturrohrgeflecht. Die Bauhauswiege ist Kelers berühmtestes Werk.

     

    Bauhaus meets Kuckucksuhr: Mies Kuckucksuhr

    Progetti Mies Kuckuksuhr

    Dem Bauhaus wurden und werden ja häufig die folgenden Adjektive vorgeworfen: zu steril, zu geradlinig, zu karg, zu kalt, zu… Das italienische Designlabel Progetti räumt mit diesen Vorurteilen kräftig auf und hat einige Kuckucksuhren auf den Markt gebracht, die der Bauhaus-Ära ein höchst charmantes Denkmal setzen. Der Name ist bei den hier gezeigten Uhren Programm.

    Mehr Bauhaus gewünscht?

    Wie praktisch, dass wir dazu eine eigene Kategorie im Onlineshop haben. In dieser finden Sie entweder echte Bauhausklassiker wie auch Entwürfe, die zwar aus der unmittelbaren Neuzeit stammen, aufgrund ihres Designs aber hervorragend dazu passen.
    Gut zu wissen: In unserer Heimatstadt Würzburg baute der Architekt Peter Feile 1928 ein Doppelhaus mit Flachdach. Das Haus existiert noch heute.

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