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Bauhaus100

  • Original oder Fälschung? Die Wagenfeld Tischleuchte

    WG24 Ambiente header

     

    Hinters Licht geführt: Im Internet kursieren zahlreiche Plagiate des berühmten Bauhaus-Klassikers. Wir zeigen euch, wie man eine echte Wagenfeld Tischleuchte von einer gefälschten unterscheiden kann.

    Um es gleich vorwegzunehmen: Zur Herstellung der Reeditionen der Wagenfeld-Lampe ist weltweit ausschließlich Tecnolumen® von Professor Wilhelm Wagenfeld lizenziert worden. Alle anderen Tischleuchten mit ähnlicher Erscheinung sind Fälschungen. Die einzige Originalversion dieser Bauhaus-Lampe wird von Tecnolomen in Bremen hergestellt. Wir danken Tecnolumen für die Bereitstellung der Fotos.

     

    Original oder Fälschung? Daran erkennt ihr das Original

    1. Oberfläche: Die Oberfläche der Original-Wagenfeld-Leuchte ist wie ursprünglich vernickelt (nicht verchromt) und bekommt mit der Zeit eine leicht gelbliche Patina.
    2. Fuß: Der transparente Fuß besteht aus Klarglas. In der Mitte des Fußes ist die Glasplatte kreisrund ausgefräst und der Aufbau mit zwei Schrauben befestigt. Beim Plagiat dagegen ist der Fuß aus dünnem Glas. Im Vergleich zum Original ist die Glasplatte der Fälschung kleiner im Durchmesser und der Aufbau mit nur einem Klebepunkt gehalten. Da der Klebepunkt nicht immer korrekt gesetzt wird, ist die Fälschung oftmals ein klein wenig schräg.
    3. Textilkabel: Die elektrische Zuleitung des Originals ist aus einem umsponnenen 
schwarzen Textilkabel. Das Kabel verlässt das Gehäuse seitlich durch eine schwarze Gummimuffe. Bei der Fälschung fehlt die Gummimuffe komplett und das Austrittsloch für das Stromanschlusskabel ist grob ausgesägt. Und ein weiteres Erkennungsmerkmal: Die Fälschung besitzt einen Flachstecker, das Original einen Schukostecker.
    4. Glasrohr/Metallrohr: Bei der Original Bauhaus-Leuchte wird das Kabel im Glasrohr durch ein vernickeltes Metallrohr geführt. Beim Plagiat hält die einfache Gewindestange ein Metallgehäuse.
    5. Zugschnur: Der Zugschalter weist die charakteristische Tülle auf und hat am unteren Ende eine kleine vernickelte Kugel, die ein Kräuseln des Bandes verhindert. Die Befestigung der Zugschnur beim Plagiat ist scheinbar aufgeschweißt, die Schnur im Verhältnis recht kurz und die Kugel sehr leicht.
    6. Schirm: Der Schirm des Originals ist aus mundgeblasenem Opalglas und wird mit Hilfe von drei Rändelschrauben fixiert. Sowohl Original als auch Fälschung können einen zweischichtigen Glasbau vorweisen.
    7. Kennzeichnung: Sämtliche Wagenfeld Leuchten sind nummeriert und tragen den TECNOLUMEN / BAUHAUS Stempel unter der Fußplatte. Alle Bauteile und die Leuchte selbst sind vom VDE typgeprüft. Dies wird auch durch entsprechende VDE-Schildchen und Aufkleber an jeder Leuchte dokumentiert.

     

    Kennzeichnung mit Nummerierung und VDE-Zeichen Kennzeichnung mit Nummerierung und VDE-Zeichen
    Zugschnur mit vernickelter Kugel Zugschnur mit vernickelter Kugel
    Metallrohr und Glasrohr Metallrohr und Glasrohr
    Textilkabel mit Gummimuffe Textilkabel mit Gummimuffe
    Einlass für die Zugschnur Einlass für die Zugschnur

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Kleiner Tipp: Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, bestellt ihr die Leuchte einfach bei uns! 

  • Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch

     

    merry christmas

    Kinder, wie die Zeit vergeht! In vier Tagen kommt das Christkind und der Rutsch ins neue Jahr ist auch nicht mehr fern. Kurz, der ideale Zeitpunkt das Jahr 2018 noch einmal Revue passieren zu lassen, schließlich war bei uns einiges geboten. Seht am besten selbst:

    Offizielle Lagereröffnung

    In Rekordzeit wurde unser neues Lager aus dem Ackerboden gestampft. Direkt neben Lager_Mitarbeiter_gruppe_kleinunserem (preisgekrönten) Hauptgebäude in der Edith-Stein-Straße 3 in Würzburg thront eine 1.000 Quadratmeter große Lagerhalle, welche randvoll mit schicken Designmöbeln, Leuchten und Wohnaccessoires bestückt ist. Dank der zusätzlichen Lagerfläche sind bei einrichten design jetzt viele Artikel vorrätig und können sofort verschickt werden. Im ersten Stock befindet sich außerdem ein neues Büro, in welchem 15 Kollegen dafür sorgen, dass in Sachen Onlineshop und Beratung alles wie am Schnürchen läuft.

    Vielen Dank an unser Architektenteam. Alles verlief nach Plan, auch in puncto Kosten, denn diese blieben genau im Rahmen, sprich, es gab keine unterwarteten Kostensteigerungen. In der heutigen Zeit eine echte Besonderheit.

    Ab nach draußen: Eröffnung unserer Outdoorausstellung

    Bislang waren wir hauptsächlich indoors unterwegs, will heißen, in unserer Ausstellung und im Onlineshop fanden sich vor allem Produkte für den Innenbereich. Wir fanden jedoch, es war an der Zeit, einmal gehörig Frischluft zu schnuppern und haben die Idee in die Tat umgesetzt und im Frühjahr unseren Outdoorbereich eröffnet. Auf einem kleinen Rundweg kann man die wetterfesten Möbel von Fermob, Cane-Line, Dedon & Co., bequem ablaufen. Übrigens, der Tag der Eröffnung glänzte alles andere als mit bestem Kaiserwetter. Die Sonne hatte anscheinend gerade Mittagspause und die Tische waren mit einer dicken Eisschicht bedeckt. Unseren Spaß hatten wir trotzdem.

    Lesestoff: Magazin „einrichten design“

    Magazin einrichten design

     

    2017 war der Startschuss für unser hauseigenes Magazin. 2018 kamen zwei weitere Ausgaben dazu: eine im Frühjahr und eine im Herbst. In jeder Ausgabe steckt jede Menge Herzblut und Engagement.

    2019 feiert die legendäre Bauhaus-Schule zum Beispiel ihr 100-jähriges Jubiläum. Grund genug, darüber in aller Ausführlichkeit zu berichten. Und wer hätte gedacht, dass japanisches Design eng verwandt mit dem Bauhaus ist? Nicht zu vergessen: unsere Einrichtungstipps, die persönlichen Lieblingsstücke unserer Mitarbeiter und vieles mehr. Schon gewusst? Unser Magazin gibt’s auch bequem zum Online-Blättern.

     

     

     

     

    Ganz in Weiß: unser neues Fotostudio

    Pünktlich zum Jahresende wurde ein langersehntes Projekt in die Tat umgesetzt: unser Fotostudio. Denn egal, ob Facebook, Instagram oder Webshop: von guten Fotos (ohne Fotostudiostörenden Hintergrund) kann man nie genug haben. Da der Raum im strahlendsten Weiß daherkommt – vom Boden bis zur Decke – liegt der Fokus gänzlich auf dem jeweiligen Produkt. Sogenannte Freistellerbilder lassen sich somit in nullkommanix selbst fotografieren.

     

    Personelles

    2018 gab es einen Gesellschafterwechsel zu vermerken. Eugen Sauer gab das Zepter an seine Tochter, Martina Mader, ab. Vielen Dank, lieber Eugen, für alles und herzlich willkommen, liebe Martina, im Gesellschafterkreis.

    Für einen Onlineshop – noch dazu, wenn er so rasant wächst wie der unsrige – sind hochqualifizierte Mitarbeiter ein absolutes Muss. Aus diesem Grund haben wir bei einrichten design auch einige Neuzugänge zu vermerken, zum Beispiel Dominik, welcher die technische Leitung unseres Onlineshops übernommen hat, und Georg, welcher alles programmiert, was ihm unter die Programmier-Finger kommt.

    Ausblick auf 2019

    20 Jahre büroforum

    Logo_bueroforum

    Wir können es selbst nicht glauben, doch 2019 feiern wir doch tatsächlich unseren 20. Geburtstag! 1999 wurde büroforum gegründet, der Spezialist für Büros und Objekte. Wir statten aber nicht nur aus, sondern übernehmen auch gleich die Planung. Unsere fünf Innenarchitektinnen können sich nichts Schöneres vorstellen als Büros und Privatwohnungen zu planen. Unseren Lieblings-Onlineshop einrichten-design.de gibt’s seit 13 Jahren. Kleiner Tipp: Was 2005 alles passiert ist, davon berichten wir in unserem Magazin.

     

    Admin Panel

    Einkaufen soll Spaß machen und so haben wir uns die Köpfe darüber zerbrochen, wie wir euer Einkaufserlebnis noch besser machen können. Herausgekommen ist unser Admin Panel. Mit diesem lassen sich viele Möbelstücke ganz nach dem persönlichen Geschmack konfigurieren. Gestell, Holzart, Stoff oder Leder: Was darf’s sein? Und das Beste: Damit man sich sein Wunschmöbelstück auch möglichst gut vorstellen kann, gibt’s zu jeder Konfiguration ein hochauflösendes Bild mit Zoom. So sieht man etwa die Struktur des Stoffes ganz genau. Geplanter Startschuss: Januar 2019.

     

    Geplante Projekte

    Langweilig wird es uns (zum Glück) weder bei büroforum noch bei einrichten design. Für 2019 sind ganz tolle Projekte geplant. Unter anderem durften wir für renommierte Firmen wie zum Beispiel Knauf, Warema, Odenwälder Kunststoffwerke, Fränkische Rohrwerke, Vogel Verlag oder die Castell-Bank die Büroräume planen. Die Ärmel sind bereits hochgekrempelt: 2019 geht's an die Möblierung.

    Wir hoffen, euer Jahr war ähnlich spannend und ereignisreich wie unseres und wir wünschen euch tolle Weihnachten mit jeder Menge Plätzchen, Punsch und vielen lustigen Momenten – und natürlich einen exzellenten Rutsch ins neue Jahr!

    Euer Team von einrichten design und büroforum.

     

     

  • Aufbruch in die Moderne: Das Bauhaus wird 100

    Bauhaus Dessau Bild: Bauhaus Dessau: Tadashi Okochi © Pen Magazine, 2010, Stiftung Bauhaus

    Eine Provinzschule im sachsen-anhaltinischen Dessau veränderte die Designwelt. 1925 bis 1932 entstanden dort viele Möbelstücke, die man bis heute mit dem Bauhaus verbindet, zum Beispiel der Wassily Chair. Im nächsten Jahr feiert die legendäre Gestaltungs- und Architekturschule ihr 100. Jubiläum, wenngleich diese bereits vor 86 Jahren zwangsgeschlossen wurde.

     

    Das Bauhaus hatte es schwer, mal wurden die finanziellen Mittel gekürzt, mal wurde es erst mit einem nigelnagelneuen Schulgebäude nach Dessau gelockt, um anschließend wieder vertrieben zu werden. Nicht zu vergessen, der viele Spott – der deutsche Philosoph Theodor W. Adorno bezeichnete die Häuser zum Beispiel abfällig als "Konservenbüchsen" – welcher der Schule für Gestaltung und Architektur entgegenschlug: Nicht alle Zeitgenossen wussten etwas mit der geradlinigen Kühnheit und Maschinenästhetik anzufangen. Die Entwürfe waren für viele einfach zu radikal und ihrer Zeit weit voraus.

    slider bauhaus

    Mittlerweile gilt das Bauhaus als Marke für guten Geschmack. 2019 feiert die weltberühmte Schule ihr 100-jähriges Jubiläum, obgleich die Schule selbst nur 14 Jahre lang existierte: zuerst in Weimar, später in Dessau und zum Schluss hatte sie noch ein kurzes Gastspiel in Berlin. Der Bauhausmythos hält bis heute an, die Möbel gelten als zeitlose Designklassiker, die kubischen Flachdachäuser sind gelebter Alltag. Dabei war das Bauhaus nie ein einziger Stil. War die Kunstschule zu Beginn noch eher künstlerisch geprägt, kam diese im späteren Verlauf eher einer Weltanschauung gleich: Nicht nur eine kleine Elite sollte in den Genuss von gut gestalteten Produkte und Gebäuden kommen, sondern jedermann. Drei Direktoren drückten der Schule ihren persönlichen Stempel auf: der Gründervater Walter Gropius, Hannes Meyer und Mies van der Rohe. Die Gestaltungs- und Architekturschule war auch in der Art der Wissensvermittlung revolutionär.

     

    Thonet Bauhaus 100

     

    Volles Rohr Design: Wassily Chair und B9-Satztische

     

    Marcel Breuer experimentierte am Bauhaus mit Stahlrohr und Stahl – für den damaligen Möbelbau ein recht unkonventionelles Material. 1925 entwarf er den berühmten Wassily Chair. Clubsessel waren in den Zwanzigerjahren noch voluminöse Ungetüme, der Wassily Chair hob sich von diesen mit seinem luftigen Aussehen ab. Diese neue Leichtigkeit wurde erst durch den Stahlrahmen möglich, welcher sonst hauptsächlich in der Fahrradindustrie eingesetzt wurde. Der Wassily Chair hörte ursprünglich auf den recht technisch klingenden Namen „B 3“. Da Wassily Kandinsky den Sessel überschwänglich lobte, wurde er kurzerhand in Wassily Chair umbenannt.

    Die B9-Satztische entspringen ebenfalls der Designfeder von Marcel Breuer. Die vier Beistelltische sehen nicht nur gut aus, sie sind auch echte Platzsparer und lassen sich stapeln.

     

     

     

     

    Anpassungsfähig: S33 Freischwinger

     

    Der Ur-Freischwinger von Mart Stam war alles andere als schwungvoll, sondern ziemlich starr. Diese Bewegungsunlust war dem Umstand zu verdanken, dass Stam beim Rahmen auf mit Flanschen verbundenen Gasleitungsrohe zurückgriff. Später wechselte er zu einem anderen Material: kalt gebogenes Stahlrohr, welches dem Freischwinger alle Ehre machte, da dieses leicht federte. Der in Frankenberg ansässige Designmöbelhersteller Thonet bringt den S33 Stuhl heute heraus. Übrigens, hat auch Thonet 2019 ein großes Jubiläum zu begießen: 200. Jahre Thonet! Wenn das kein Grund zum Doppel-Feiern ist!

     

    Lichtgestalt: WA24 Wagenfeld Leuchte

     


    Ein gewisser Wilhelm Wagenfeld bekam von seinem Lehrer, dem Maler László Moholy-Nagy, die Aufgabe gestellt, eine Leuchte zu gestalten. Dass der damals 24-jährige Wagenfeld mit seinem Entwurf Designgeschichte – oder genauer gesagt: Bauhausgeschichte – schreiben würde, war diesem damals sicherlich nicht bewusst. Und dass die WA24 Leuchte wie ein Industrieprodukt wirkt, war ausdrücklich erwünscht. Der elegante Opalglasschirm setzt dieser fabrikmäßigen Kühle Eleganz entgegen.

     

    Bewegungsfreudig: Keler Bauhauswiege

     

    Kinderwiege Tecta

    Auch an die Kleinsten wurde gedacht. 1922 entwarf Peter Keler eine Kinderwiege, die einerseits die geometrischen Figuren aufweist und andererseits auf der Farbenlehre des abstrakten Malers – und Bauhauslehrers – Wassily Kandinsky basiert. Farben und Formen werden miteinander kombiniert: Gelb, Rot und Blau mit Dreiecken, Rechtecken und Kreisen. Optisches i-Tüpfelchen ist der Einsatz aus Naturrohrgeflecht. Die Bauhauswiege ist Kelers berühmtestes Werk.

     

    Bauhaus meets Kuckucksuhr: Mies Kuckucksuhr

    Progetti Mies Kuckuksuhr

    Dem Bauhaus wurden und werden ja häufig die folgenden Adjektive vorgeworfen: zu steril, zu geradlinig, zu karg, zu kalt, zu… Das italienische Designlabel Progetti räumt mit diesen Vorurteilen kräftig auf und hat einige Kuckucksuhren auf den Markt gebracht, die der Bauhaus-Ära ein höchst charmantes Denkmal setzen. Der Name ist bei den hier gezeigten Uhren Programm.

    Mehr Bauhaus gewünscht?

    Wie praktisch, dass wir dazu eine eigene Kategorie im Onlineshop haben. In dieser finden Sie entweder echte Bauhausklassiker wie auch Entwürfe, die zwar aus der unmittelbaren Neuzeit stammen, aufgrund ihres Designs aber hervorragend dazu passen.
    Gut zu wissen: In unserer Heimatstadt Würzburg baute der Architekt Peter Feile 1928 ein Doppelhaus mit Flachdach. Das Haus existiert noch heute.

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