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Archiv für den Monat: Februar 2017

  • Eine französische Stilikone: Tolix Chaise A von Xavier Pauchard

    Tolix Chaise A 3Ein Stuhl, der Geschichte geschrieben hat: Chaise A von Tolix blickt auf eine lange Historie zurück. Entworfen wurde der Designer Stuhl im Jahr 1934 von Xavier Pauchard und hat seither weltweiten Ruhm erlangt.

    Drinnen und draußen zuhause: Chaise A

    Eine Besonderheit des Stuhls A von Tolix besteht im speziellen Materialeinsatz: Während Holz in den 30er Jahren das Material der Wahl war, ging Xavier Pauchard neue Wege und griff auf Stahlblech und Zink zurück. Designer Xavier Pauchard hatte nämlich entdeckt, dass Stahlblech, in Zink getaucht, rostfreie Eigenschaften aufwies und so auch für den Außenbereich geeignet war. Daher finden sich auf der Sitzfläche jedes Chaise A auch sieben kleine Löcher, durch die das Regenwasser ungehindert abfließen kann. Zunächst etablierte sich Chaise A im gewerblichen Bereich - französische Bistro- und Restaurantbesitzer waren begeistert, denn der Design Stuhl war nicht nur wetterfest, sondern ließ sich auch hervorragend stapeln. Nach und nach eroberte Chaise A auch private Balkons und Terrassen und sollte zu einer Ikone des industriellen Designs werden. Neben der Outdoorvariante gibt es Chaise A natürlich auch in einer Ausführung für den Innenbereich.

    Unternehmer mit Erfindungsgeist: Xavier Pauchard

    Tolix Xavier Pauchard 2Der gelernte Spengler Xavier Pauchard (1880-1948) war ein Mann der Tat - und so gründete er kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs das Unternehmen Tolix. Zunächst fertigte Xavier Pauchard galvanisierte Haushaltswaren an, denn auf dem Gebiet der Galvanik war Pauchard einer der Vorreiter. Im Jahr 1927 orientierte sich der Designer um und spezialisierte sich auf die Herstellung von Stühlen, Hockern und Metallmöbeln. Der heute so berühmte Chaise A war das erste Produkt seines innovativen Umgangs mit dem Material Stahlblech. So ging Chaise A als erster seriell produzierter Metallstuhl in die Geschichte Frankreichs ein.

    Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten - seinen ersten Großeinsatz hatte Chaise A auf dem Passagierschiff "Normandie" im Jahr 1937. Heute findet sich Chaise A in den dauerhaften Ausstellungen diverser Designmuseen, beispielsweise im Museum of Modern Art in New York und im Pariser Centre Pompidou. Auch im Vitra Design Museum hat Chaise A seinen festen Platz eingenommen.

    Xavier Pauchards Unternehmen Tolix wurde im Jahr 2006 mit der Auszeichnung "Unternehmen des lebenden Kulturguts" vom französischen Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und Industrie geehrt - wir finden: völlig zu Recht!

     

    Chaise A im 21. Jahrhundert

    Tolix Herstellung (2)Tolix SiegelHeute arbeitet Tolix mit modernsten digitalen Maschinen - aber auch handwerkliches Know-How ist nach wie vor gefragt. Daher ist jeder Chaise A, der das Tolix-Atelier verlässt, ein Unikat und trägt die eingestanzte Signatur "Tolix". Die klassischste Version des Chaise A ist sicherlich die Rohstahl-Variante, die Sie heute mit unterschiedlichen Lackveredelungen online bestellen können. Wer es bunter mag, greift zu einer der zahlreichen Farblackausführungen - von Ozeanblau über Kürbisorange bis hin zu dunklem Chilirot bleiben keine Farbwünsche offen.

    Im Laufe der Jahre hat Tolix sein Produktportfolio um zahlreiche weitere Entwürfe von Xavier Pauchard erweitert - entdeckt jetzt die ikonischen Metallstühle im klassischen Industrial Design bei einrichten-design!

  • Design Challenge: Create your own Vitra Panton

    Create your own Panton (9)"Create your own Panton" - so lautete das Motto im November 2016 bei uns im büroforum. Am 16. November waren die Teammitglieder 16 führender Würzburger Architekturbüros in unserer Ausstellung zu Gast. Es war der Startschuss für das spannende "Create your own Panton" Projekt: Jedes der 16 Teams bekam einen weißen Vitra Panton zur Verfügung gestellt - unter der Aufgabenstellung, diesen in den nächsten Monaten zu einem unverwechselbaren Unikat umzugestalten. Der Phantasie waren dabei keine Grenzen gesetzt - je kreativer, desto besser!

    Einen schönen Einstieg in das Faszinosum Panton Chair bot Matthias Remmele, seines Zeichens Vitra-Experte und Autor des "Verner Panton" Gesamtwerks. In einem kurzweiligen Vortrag erfuhren wir und die anwesenden Architekten alles Wissenswerte rund um den ikonischen Panton Chair und dessen Schöpfer Verner Panton.

    Panton Chair by Vitra

    Verner Panton 1999

    Bereits im Jahr 1960 von Verner Panton entworfen, hat der Panton Chair bis heute nicht an Popularität verloren. Seine geschwungene, einzigartige Form macht den Designer Stuhl einfach unverwechselbar. Doch es ist auch die Vielseitigkeit, die den Panton Chair auszeichnet: So eignet sich dieser nicht nur Privaträume, sondern auch für öffentliche Bereiche und Wartezonen. Und: Der Panton Chair darf aufgrund seiner speziellen Beschichtung sogar mit nach draußen genommen werden. Als erster Kunststoffstuhl in Serie hat der Panton Chair von Vitra Maßstäbe gesetzt - und war zu seiner Entstehungszeit ein echtes Novum. Zahlreiche Designpreise ebneten den Weg für den großen Erfolg des legendären Panton Chairs.

    Get creative

    Anschließend ging es für die Architektenteams in die kreative Phase. Bis zum 20. Januar 2017 hatten diese nun Zeit, ihren persönlichen Panton umzugestalten und etwas völlig Neues zu erschaffen. Vorgestellt wurden die Neukreationen schließlich am 01. Februar 2017 bei einem Event in der VR-Bank Würzburg, nachdem diese von einer Fachjury bewertet wurden. Dabei hatte die Jury kein leichtes Spiel, denn jeder der 16 Pantons ist auf seine Weise einzigartig. So schauten wir staunend vom kunterbunten Pop-Art-Panton zum Panton, der in einen Schlitten integriert wurde und hinauf zur aus zwei Pantons zusammengesetzten Hängeleuchte - und waren begeistert!

    Die Entscheidung der Jury, bestehend aus Miriam Wolf (Vitra), Joachim Erhard (Vorstand VR-Bank Würzburg), David Brandstätter (Geschäftsführer Mediengruppe Mainpost) und Klaus Bähr (Architekt), war jedoch bereits gefallen.

    And the winner is...

    Mit dem ersten Preis belohnt wurde das Team des Architekturbüros Archicult, das seinen Panton zu einer Schaukelente umgestaltet hat. Die neue Kreation hat sogar schon einen Namen: Quak! Den zweiten Platz teilen sich das Architekturbüro Grellmann Kriebel Teichmann mit der einfallsreichen Pantonleuchte und die Architekten Hofmann Keicher Ring, die ihrem Panton einen futuristischen Streifenlook verliehen haben.

    Als Preis konnten sich die drei Gewinner über einen weißen original Vitra Panton für jedes Teammitglied sowie über ein gerahmtes Plakat aller Kreationen freuen.

    Design für den guten Zweck

    Create your own Panton PlakatWas nun mit den neu gestalteten Pantons passiert? Diese werden zwei Wochen lang in der VR-Bank Würzburg ausgestellt und können dort live begutachtet werden. Doch nicht nur das! Per Gebotsabgabe können sich Designliebhaber einen der Pantons sichern und dabei gleichzeitig Gutes tun. Der Erlös kommt nämlich der Aktion Patenkind zugute, die bedürftige Menschen aus der Region Würzburg unterstützt.

    Wir sagen vielen Dank an alle Beteiligten - es hat großen Spaß gemacht!

     

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